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Brunnenrückbau

(vom 08.02.2019)

Stadtwerke Stein bauen Brunnen im Rednitzgrund zurück

Ein bereits vor Jahrzehnten stillgelegter Brunnen nahe des Steiner Stadtparks am Rednitzgrund wird nun, da eine entsprechende Erlaubnis vorliegt, zurückgebaut.

Der betroffene Brunnen wurde bereits seit den 70er-Jahren nicht mehr zur Trinkwassergewinnung genutzt, da das Trinkwasser-Schutzgebiet aufgrund der immer näher rückenden Bebauung nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Der "Brunnen 1", befindet sich am Rand des Stadtparks am Seeweg, wo sich auch die aktiven Brunnen 4 und 6 befinden. Ein entsprechender Rückbauantrag zum ordnungsgemäßen Rückbau war beim Landratsamt eingereicht worden. Nun liegt die Erlaubnis vor, sodass bei den aktuell milden Witterungsverhältnissen, die für den Rückbau des Brunnenhauses wie auch des Brunnens selbst erforderlich sind, am 6. Februar mit der Maßnahme begonnen werden konnte.

Im Vorfeld wurde in Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde eine artenschutzrechtliche Überprüfung veranlasst. Diese Überprüfung begleitet auch die notwendigen Rodungsarbeiten, welche im Zuge des Rückbaus zwingend erforderlich sind. Die Begutachtung der Bäume fand am 5. Februar gemeinsam mit einer beauftragten Diplom-Biologin statt. Nach den erforderlichen Baumfällarbeiten wird das Gebäude auf dem Grundstück abgerissen und schließlich der Brunnen zurückgebaut. Der Brunnen wurde im Jahr 1927/1928 erstellt und hat eine Tiefe von 70 Metern. Nach dem Rückbau soll der ehemalige Brunnen ordnungsgemäß verschlossen werden. Eine Bautafel informiert vor Ort über die stattfindenden Maßnahmen.

Eine Grundwassernutzung ohne Wasserschutzgebiet ist im Rahmen der öffentlichen Trinkwasserversorgung nicht möglich. Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verpflichtet die Stadtwerke zu den entsprechenden Rückbaumaßnahmen, um eine nachteilige Veränderung der Gewässereigenschaften für zukünftige Generationen auszuschließen.

Die zuverlässige Versorgung der Steiner Bürger mit Trinkwasser wird durch den Rückbau des Brunnen 1 nicht nachteilig beeinflusst, sondern sichert auch für zukünftige Generationen das regional gewonnene Steiner Trinkwasser vor ungewollter Fremdbeeinflussung, eines nicht dem Stand der Technik zurückgebauten Brunnen.

Der jährliche Wasserabsatz im Stadtgebiet Stein betrug im Jahr 2018 rd. 830.000m³. Derzeit setzt sich die Wasserversorgung der Stadt Stein aus 55% Eigenförderung und 45% Fremdbezug zusammen. Den Fremdbezug erhalten die Stadtwerke Stein vom Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WfW) der sein Gewinnungsgebiet im Mündungsbereich des Donau-Lech Gebietes hat und große Teile Nordbayern mit Trinkwasser beliefert.

Die Versorgungssicherheit der derzeitigen Eigenförderung wird durch drei bestehende Brunnen (Nr. 4 und Nr. 6 im Rednitzgrund und Nr. 5 am Wasserwerk Brackerslohe) sichergestellt und gewährleistet. Diese werden je nach Trinkwasserbedarf, abwechselnd oder gemeinsam betrieben.

 

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